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Was Sie über Antibiotika wissen sollten

ANTIBIOTIKA - ein revolutionärer Fortschritt in der Medizin

Mit der Entdeckung des Antibiotikums im 20. Jahrhundert ist es gelungen, schwere Krankheiten wie die Meningitis (Hirnhautentzündung) oder die Lungenentzündung zu behandeln und zu heilen.

Aufgrund seiner Erfolgsgeschichte hat es jedoch den Status eines "Zaubertranks" erhalten.

Wir halten Antibiotika für umfassend einsetzbar, aber sie bekämpfen Krankheiten wie Schnupfen, Erkältungen, Rachenentzündungen nicht, wenn diese rein viralen Ursprungs sind.

Beim Einsatz von Antibiotika ist Vorsicht geboten, da eine übermässige, nicht angemessene Anwendung einen Verlust an Wirksamkeit gegenüber Bakterien mit sich führen kann, da diese darauf vermehrt mit Resistenzbildung reagieren.

Viele Krankheiten sind dadurch zunehmend schwierig zu heilen und könnten in Zukunft nicht mehr zu behandeln sein.

Daraus schliessen wir: Antibiotika nur einsetzen wenn erforderlich!

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KINDER:

Rhinopharyngitis, Angina, Bronchitis  -  dem Körper helfen sich selbst zu verteidigen.

Im Kindesalter sind Infektionskrankheiten besonders häufig, da erst nach und nach das Immunsystem aufgebaut wird. Mit jeder neuen Erkrankung stärken die Kinder ihre Abwehrkräfte im Kampf gegen Mikroorganismen. 

Eine Erkältung folgt auf die andere; die Eltern sind meist ratlos. Arztbesuche und Antibiotikumtherapien häufen sich.

Aber, auch wenn Antibiotika hochwirksame Arzneimittel sind, ist ihr Einsatz nicht immer von Nutzen. Tatsache ist, in ca 7 von 10 Fällen hilft eine Antibiotikumtherapie nicht, da die Mehrheit der Infektionen bei Kindern viralen Ursprungs ist.

Antibiotika töten keine Bakterien!

Falsch und in zu grossem Unfang eingesetzt, verlieren Antibiotika zunehmend ihr Wirksamkeit gegenüber Bakterien, da diese darauf vermehrt mit Resistenzbildung reagieren.

Was ist also bei einem Virusinfekt zu tun?

In der Regel heilen Virusinfekte von selbst innerhalb von 1 - 2 Wochen aus; in dieser Zeit kann man die Symptome lindern.

Bei Behinderung der Atmung durch eine verstopfte Nase kann z.B. eine Nasenspülung dem Kind Erleichterung verschaffen. Fiebersenkende Mittel können falls erforderlich, das Allgemeinbefinden des Kindes verbessern. 

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SENIOREN:

Etwa ab dem 65. Lebensjahr werden Infektionen häufiger, verlaufen gravierender und heimtükischer. 

Im Alter verlaufen Infektionskrankheiten häufig schwerwiegender, da das Immunsystem schächer reagiert. Darüberhinaus können chronische Erkrankungen, wie z.B. Diabetes, Bluthochdruck, Herzinsuffizienz, an denen besonders ältere Menschen leiden, den Organismus schwächen.

Parallel dazu sind die Symptome einer Infektionserkrankung nicht mehr so eindeutig und eine richtige Diagnose wird dadurch erschwert oder verzögert. So sollte bei älteren Menschen der Verdacht auf eine Infektion nicht ausgeschlossen werden, auch wenn sie kein Fieber zeigen; in 20 - 30 % der Fälle fehlt dieses, sollte aber schon ab einer Temperatur von 37.5 - 37.7° in Betracht gezogen werden.

Aber keine Panik! Auch wenn eine Infektion eine Bedrohung darstellt, so ist ihr Auftreten doch oft vermeidbar bezw. behandelbar.

Hier sind Antibiotika gegen bakterielle Infektionen sehr wirksam. Aber erinnern wir uns: gegen Virusinfekte sind sie unwirksam.

Es gilt: Vorbeugen ist besser als heilen! 

Eine Grippeschutzimpfung wird allen Personen über 65 empfohlen. Die Kosten hierfür übernimmt die Gesundheitskasse.

Eine Impfung kann die mit einer Virusgrippe häufig auftretenden schweren Komplikationen verhindern.

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BERUFSTÄTIGE

Ich kann mir nicht erlauben krank zu werden!

Jetzt zur Winterzeit haben Grippeviren Hochsaison; unangemeldet schlagen sie zu und Hals- und Rachenentzündungen, Anginas, Bronchitis sowie Magenbeschwerden sind die Folgen und zwingen uns zur Bettruhe.

Berufstätige sind davon nicht ausgeschlossen.

Mit Rücksicht auf die Arbeitskollegen und eventuellen Kunden, sollten sie daher dem Arbeitsplatz fernbleiben, wenn nötig sogar für einige Tage.

Sie sollten schnellstmöglich Ihren Hausarzt aufsuchen. Bestehen Sie jedoch nicht darauf, daß Ihr Arzt Ihnen Antibiotika verschreibt.

Denn Erkrankungen der Atemwege, Schnupfen, Hals- und Rachenentzündungen sowie Ohrschmerzen und Fieber sind oft viralen Ursprungs und gegen Virusinfektionen sind Antibiotika unwirksam, da sie die Ursache der Infektion nicht bekämpfen.

Also was tun ?

Geduld! Die meisten der viralen Infektionen heilen nach kurzer Zeit von selbst aus; in dieser Zeit kann man die Symptome jedoch lindern.

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WANN SOLLTE MAN ANTIBIOTIKA EINNEHMEN ?

Die richtige Behandlung ist wichtig !

  • Antibiotikas helfen nicht bei Viruserkrankungen. Sie bekämpfen Erkältungen sowie Hals- und Rachenentzündungen nicht !

 

Antibiotika : die richtige Waffe gegen Bakterien

  • Wenn Bakterien unsere Gesundheit anfallen, kann unser Organismus sich nicht immer selbst verteidigen, er braucht Hilfe. Antibiotikas sind dann öfters die einzige und richtige Waffe gegen diesen Angriff. Antibiotikas verhindern daß Bakterien sich vermehren und unsern Körper schwächen.

 

Antibiotika: das Unheil an der Wurzel packen

  • Halsschmerzen, eine tropfende Nase, Husten heilt man nicht mit Antibiotika! Antibiotikas behandeln nicht die Symptome einer Krankheit, sondern die Infektion. Nur der Arzt kann feststellen, ob die Ursache einer Infektion bakteriellen oder viralen Ursprungs ist. Der Arzt entscheidet ob Ihnen Antibiotika verschrieben wird oder nicht.

 

Einige Ratschläge  :

  • Vertrauen Sie Ihrem Arzt, er entscheidet ob Sie mit Antibiotika behandelt werden oder nicht.
  • Befragen Sie Ihren Arzt zu seiner Diagnose, zu den verschriebenen Medikamenten und zum weiteren Verlauf der Krankheit.
  • Bei Nebenwirkungen und unverhofften Reaktionen auf ein bestimmtes Medikament, sofort den Arzt informieren.
  • Befolgen Sie unbedingt die genauen Angaben zur regelmässigen Einnahme der Medikamente während der ganzen Behandlungszeit. Andernfalls gefährden Sie den Erfolg der Behandlung.
  • Auch wenn es Ihnen nach kurzer Zeit besser geht, sollten Sie die Behandlung nicht ohne Rücksprache mit dem Arzt abbrechen.
  • Laien sollten nie selbst entscheiden, ob sie Antibiotika einnehmen sollten oder nicht. Auch wenn sich die Symptomen ähneln, können sie doch der Ursprung einer ganz anderen Krankheit sein.

 

Daher: Bei Risiken und Nebenwirkungen, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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ZUR ERINNERUNG:

  • Bei schweren bakteriellen Infektionen können Antitiotika Leben retten.
  • Bei Nasen-,Hals-, Rachenentzündungen und Husten viralen Urprungs sind Antibiotika wirkungslos.
  • Antibiotika wirken auf Infektionen bakteriellen Ursprungs.
  • Antibiotika haben keine unmittelbare fiebersenkende Wirkung.
  • Bei Virusinfekten verhindern Antibiotika nicht die Ansteckungsgefahr.
  • Die unnötige Anwendung sowie die nicht befolgte Dosierungsanweisungen von Antibiotika führen zu einer vermehrten Resistenzbildung von Bakterien.

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